Ace in Space (Klappbroschur)

(2 Kundenrezensionen)

16,99 

Judith & Christian Vogt, Klappbroschur, 1. Auflage, 466 Seiten,
Ach je Verlag 2020, Berlin, AT&Tlantis, Tschuri

ISBN 9783947720477

Auch als Ebook erhältlich

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Judith & Christian Vogt, Klappbroschur, 1. Auflage, 400 Seiten
Knaur, München 2019
ISBN 9783426523919

Temporarily unavailable

Artikelnummer: 9783947720453 Kategorien: , , , , , Schlagwörter: ,

Sag deinen Followern, wer du bist.
Sei, was du im Datanet darstellst.
Und dann: Dare to fly!

Desillusioniert von ihrem Heimatkonzern Hadronic Inc. flieht die Pilotin Danai mitsamt gestohlenem Raumjäger zur Jockey-Gang ihrer Mutter. Marlene „Deardevil“ führt die Daredevils an – Fliegerasse, die ihre Stunts und kleinkriminellen Aufträge direkt ins Datanet streamen und von ihren Followern dafür geliebt werden.

Danai hat wenig Lust auf Follower und Social Media, aber Fliegen kann sie wie der Teufel. Der Daredevils-Anwärter Kian braucht ihr Talent für eine Stuntflugshow, die verschleiern soll, dass sie einer unabhängigen Siedlung auf Valoun II gegen die Luftangriffe eines Megakonzerns helfen – genauer gesagt: gegen Hadronic Inc.

Und so navigiert Danai mit vollem Schub in den Konflikt zwischen Anonymität, Ruhm und Zivilcourage, zwischen Kian und seine Ex-Freundin Neval, zwischen die Egos der Daredevil-Jockeys und die Fallstricke ihrer eigenen Persönlichkeit.

Der neue Roman von Judith & Christian Vogt zu ihrem Sci-Fi Rollenspiel “Aces in Space”!
Das Rollenspiel ist als  Hardcover und PDF erhältlich.

Judith C. Vogt schreibt seit 2011 Romane, Kurzgeschichten, Rollenspiel und Sachtexte rund um Fantasy und Science-Fiction – manche davon zusammen mit Christian Vogt. Sie podcastet beim “Genderswapped Podcast” und ist die Herausgeberin von “Roll Inclusive” und dem queerfeministischen Quartals-Zine “Queer*Welten”, nonbinary (Pronomen sie/ihr ist okay) und “genderpolitische Rechthaberin”.

Mehr von Judith Vogt bei der Ach je’schen Verlagsbuchhandlung

Christian Vogt, Jahrgang 1979 und promovierter Physiker, kombiniert seine Vorliebe für Naturwissenschaft, Schriftstellerei und Revolutionen in seinen Romanen und Rollenspielpublikationen. Er veröffentlich meistens im Team mit seiner Frau Judith Vogt. Für ihre Werke wurde das Paar zweimal mit dem Deutschen Phantastik Preis und einmal mit dem Deutschen Rollenspielpreis ausgezeichnet. Sie leben in Aachen.

Mehr von Christian Vogt bei der Ach je’schen Verlagsbuchhandlung

  • Dysfunktionale Mutter-Tochter-Beziehung
  • Drogenmissbrauch
  • krankhafte Veränderungen des Auges (bei Antagonist*innen, nicht bei Perspektivfiguren)
  • Bombardement von Zivilist*innen
  • PTSD und Angstzustände
  • explizite Sexszenen; sexuell explizite Beleidigungen
  • Hierarchie und Gewalt in Hierarchien
  • Cybergliedmaßen und -sinnesorgane
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2 Bewertungen für Ace in Space (Klappbroschur)

  1. jonasjrichter

    Ace in Space ist ein SF-Roman über draufgängerische Raumschiffpilot*innen, Megacorporations, die ihre ökonomischen Interessen mit ihrem privaten Militär durchsetzen, und eine unabhängige Gemeinschaft, deren Leben von solch einem Konzern bedroht ist. Es ist eine Zukunft voller Social Media, die Draufgänger dazu treibt, immer waghalsigere Stunts zu streamen, um aus der eigenen Risikobereitschaft (Selbst-)Wert zu schlagen.

    Die Protagonistin Danai ist von ihrem Heimatkonzern desertiert und will bei ihrer Mutter untertauchen. Mama Marlene leitet die Gang der Daredevils – Jockeys, die ihre Kompetenz im Cockpit auf Social Media posten und für Sponsoren arbeiten. Social-Media-Aufmerksamkeit ist nun ausgerechnet das Letzte, was Danai gebrauchen kann, die mit ihren Flugkünsten sofort für Aufsehen sorgt. Als die Daredevils sich bereit erklären, einer kleinen Siedlung auf dem Mond Valoun II gegen Angriffe zu helfen, die sie von ihrem Rohstoff-Claim vertreiben sollen, wird alles komplizierter. Und gefährlicher. Dass Danai sich unerwartet wiederfindet zwischen Kian, einem der Daredevils, und seiner Ex-Freundin Neval, die auf Valoun II lebt, verhilft dem actiongeladenen Roman obendrein zu romantischen – und erotischen – Spannungsmomenten.

    Die Integration von sozialen Netzwerken in den Roman – nicht nur als Element des Settings und Funktion für die Charaktere und Handlung, sondern auch im Text als hellgrau unterlegte Absätze mit Posts und Kommentaren – finde ich ebenfalls sehr gelungen. Genug, um die Social-Media-Welt darzustellen, aber nicht so viel, als dass von der „Offline“-Handlung abgelenkt würde. Sahnehäubchen ist, dass Ace in Space nicht vergisst, dass Konflikte nicht einfach durch Pew-Pew gelöst werden, sondern auch durch gemeinschaftlich anerkannte Instanzen wie Gerichte. Dabei wird anerkannt, dass die Judikative nicht unabhängig und automatisch gerecht ist, sondern dass es geschickter Schachzüge bedarf, um nicht von den mächtigen Konzernen, die die Spielregeln überwiegend unter sich ausmachen, ausgebeutet zu werden.

    Sowohl die Cockpit- und Kampfszenen als auch die zärtlichen Augenblicke sind gut geschrieben und fügen sich zu einem größeren Ganzen. Denn natürlich kann die Action nicht für sich allein bestehen – es muss etwas geben, für das es sich zu kämpfen lohnt. (Abgesehen vom Mink-Öl.) Besonders gut gefällt mir an dem Roman die Repräsentation queerer Charaktere und Beziehungen. Weitere Stärken, die sich der feministischen, inklusiven Grundhaltung des Autor*paars verdanken: Darstellung von Kind-Eltern-Beziehungen außerhalb der klassischen Kernfamilien-Vorstellung, und rücksichtsvolle Einbeziehung kultureller Unterschiede zwischen den Charakteren, die nicht nur Staffage bleiben. Last but not least sei das Stottern der Protagonistin hervorgehoben, dass mit Respekt und gespeist aus persönlichen Erfahrungen behandelt wird.

    Als Sprachfan freuen mich außerdem die diversen Neologismen des Jockey-Slangs und der sprachliche Humor, der hier und da aufblinkt.

    Fazit: Ace in Space bietet intelligente und unterhaltsame Science Fiction. Das Setting ist vielseitig und macht Lust auf das (beinahe) gleichnamige Rollenspiel „Aces in Space“, dass ebenfalls im Ach je Verlag erscheint.

  2. Mika Ole Marquardt

    Ace in Space, ein richtig tolles Buch, das nicht nur sehr spannend geschrieben ist, sondern auch in der Diversität auf allen Ebenen wirklich gut gemacht ist. Ob nun vom Thema Gender, Behinderungen oder was auch immer. Dieses Buch zeichnet sich in allen Bereichen als Divers aus, ohne dass es in irgendeiner Weise zu viel werden würde. Alle Themen sind hier so natürlich drin verarbeitet, wie es sein soll, wie man es wünscht – so natürlich wie all diese Themen nunmal auch sind! Es ist nicht gestellt, erzwungen oder gekünstelt und wird konsequent durchgezogen. Und das gefällt mir wahnsinnig gut. Hier ist ein Mensch vorrangig einfach ein Mensch. So wie es sein sollte. Natürlich ist auch in dieser Welt nicht alles super toll, aber die Konflikte sind hier ganz andere und beziehen sich endlich mal nicht darauf, was, wer oder wie man ist.

    Anfangs musste ich mich zwar erst etwas an den Jockey-Slang gewöhnen, allerdings ist in der Klappe auch eine Auflistung mit Worterklärungen, um es am Beginn einfacher zu gestalten. Insgesamt ging die Gewöhnung aber recht schnell und im laufe der Geschichte habe ich persönlich kaum noch etwas von dem Slang bemerkt, weil die Worte von merkwürdig immer mehr zu natürlich wechselten und auch beim Lesen immer flüssiger durch den Kopf gingen, wie jedes andere Wort auch.

    Ein weiterer positiver Aspekt bleibt hier eindeutig noch, dass ich beim Lesen ununterbrochen einen richtigen Film im Kopf hatte. Fast von Beginn an zog es Serienreif vor meinem Auge lang und konnte mich so auf noch höherer Ebene begeistern. Ich liebe die Geschichte und die Protagonisten, aber auch einige der anderen Charaktere. Aber auch der Schreibstil ist, wie immer bei diesem Duo, sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es macht einfach Spaß und ist von mir jede Empfehlung wert. Hier gibt es nicht einfach nur ein sinnloses Herumgeballer im Weltraum, es ist mehr. Viel mehr und tiefgehender. Eine Geschichte, die in ihrer Handlung permanent überraschen kann und mir immer wieder ein Geschehen servierte, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte. Und gleichzeitig ist es gerade im Bereich der gesamten Vielfalt und dem Umgang mit all dem so wünschenswert für unsere jetzige Gesellschaft. Die Akzeptanz vom Menschen als Person an sich. Egal wie man sich selbst nun definiert, fühlt oder sieht. In diesem Buch kann man hervorragend sehen, dass es durchaus funktioniert.

    Ace in Space ist ein gut abgeschlossenes Buch ohne Cliffhanger, welches trotzdem noch Raum für Abenteuer lassen kann. Ich würde mir so manche weitere Geschichte auf jeden Fall sehr wünschen. Für mich ist es ein besonderes Buch, bietet es doch so viel, mit dem ich mich identifizieren kann, oder in das ich mich reinversetzen kann, da an Vielfältigkeit nicht gespart wurde. Weil alles was es nunmal gibt auch seinen Platz in der Welt findet und ich so Gemeinsamkeiten mit den verschiedensten Charakteren finden kann. Es muss sich nicht immer auf eine Sache, oder einige wenige, beschränkt werden. Auch mit allem zusammen kann man sehr gut tolle Geschichten schreiben, das ist hiermit ganz deutlich bewiesen! In dieser Art kam mir noch kein Buch unter. Einfach toll.

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